... auch in der Dunkelheit!

 

Möglicherweise ist Dir der Titel des heutigen Blogbeitrags deutlich unangenehmer als der vorige, und Du bist vielleicht nicht so motiviert, ihn zu lesen. Denn wer möchte sich schon gerne mit der Dunkelheit befassen?

 

Und hier geht es doch um Licht? Ist es da nicht sinnvoller, die Dunkelheit zu ignorieren, sie aus unserem Fokus auszuklammern, sie einfach nicht zu beachten? Weil sie dann verschwindet?

 

So einfach funktioniert das allerdings nicht. Denn wenn Du etwas als dunkel wahrnimmst, ob bewusst oder unbewusst, dann hat diese Dunkelheit Wirkung. So lange, bis Du eine andere Wahrnehmung wählst. So lange, bis Du also diese dunkle Wahrnehmung erkennst und dann  wählst, stattdessen Licht wahrzunehmen. 

 

Wir alle haben Themen in unserem Leben, die wir bewusst oder unbewusst als dunkel – also unangenehm, bedrückend, kraftraubend oder beängstigend – empfinden. Sowohl jeder einzelne als auch im Kollektiv. Diese dunklen Themen sorgen dafür, dass wir nur eine gewisse Menge an Helligkeit in unserem Leben wahrnehmen. Genau so viel, wie diese Themen durch unsere Wahrnehmungsfilter hindurchlassen. Es sei denn, wir entscheiden uns bewusst dafür, sie zu erhellen.

 

Die Helligkeit, die wir in unserem Leben wahrnehmen, bewusst zu verstärken – zum Beispiel auf die Art, wie ich das in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben habe – ist also nur die eine Seite der Medaille. Wenn Du die ganze Medaille ins Licht bringen möchtest, dann geht das darüber, dass Du auch das erhellst, was sich im Moment auf der Schattenseite befindet. 

 

Bring Licht ins Dunkel!

 

Betrachte noch einmal die drei Bilder vom letzten Blogbeitrag, die ich in diesen noch einmal eingefügt habe. 

Fokussiere diesmal bewusst alles, was in den Bildern dunkel ist. Auf dem ersten Bild zum Beispiel erkennst Du in der Dunkelheit den Wattboden. Wie wirkt er in dieser Dunkelheit auf Dich? Freundlich oder düster? Kraftvoll oder kraftlos? Jetzt mach mal in Deiner Wahrnehmung das Licht an! Nimm diesen Boden wahr, wie er im Licht aussieht. Kannst Du ihn hell wahrnehmen? Was ändert sich dadurch in Deiner Wahrnehmung? Wirkt der Boden nun anders auf Dich? 

 

Wenn Du im Sonnenlicht Wattboden siehst, der noch ein bisschen nass ist, dann glitzert er. Du kannst dieses Glitzern auch am Fuß der Muschel erkennen. Wattboden trägt Dich. Du kannst auf ihm herumlaufen, wenn Ebbe ist. Er erwärmt sich im Sonnenlicht. Und er enthält unendlich viel Leben. 

 

Wenn Du ihn jedoch im Schatten siehst, dann wirkt er im Kontrast zu dem Licht der Muschel düster. 

Das ist spannend, oder? Es ist immer der gleiche Boden. Das Licht ist immer da. Du siehst es nur auf dem Foto nicht.

 

Spiele nun wieder auf diese Weise mit Deinem Fokus in den zwei weiteren Fotos herum. Was verbirgt sich in der Dunkelheit? Wie ist es, wenn Du dort Licht hineinfließen lässt oder einfach einen Scheinwerfer darauf lenkst? Was findest Du in diesem Licht? Lass all das, was Du in diesem Licht wahrnimmst, ganz lebendig werden. 

 

Und nun fokussiere noch einmal bewusst die Dunkelheit. Funktioniert das noch? Oder wird sie von sich aus hell, weil Du Deine Sichtweise und damit Deine Wahrnehmung der Dunkelheit auf den Fotos bereits geändert hast? Möglicherweise schaltest Du nun ganz automatisch auf das helle Bild um. :-)

Faszinierend, oder?

 

Wenn es nicht gleich funktionieren sollte, dann geh noch einmal zurück in den "Scheinwerfermodus" und nimm so bewusst und lebendig wie möglich wahr, was Du dort im Licht sehen kannst – und wie wunderschön das ist. :-)

 

Dann kann es gut sein, dass es Dir mit der Zeit gelingt, direkt das Licht in dem dunkeln Bereich wahrzunehmen, ihn zu durchleuchten und Dich daran zu erfreuen, was Du dort in dem von Dir gewählten Licht wahrnimmst.

 

Inneres Licht und innere Dunkelheit

 

Genau wie Du es auf den Fotos wahrnimmst, trägst Du auch in Dir  Bereiche, in denen Du viel Licht wahrnimmst, und auch Bereiche, in denen Du es nicht wahrnimmst – oder nur in geringerem Maße. Es gibt Bereiche in Dir und Deinem Leben, die für Dich ganz viel Helligkeit und Wärme ausstrahlen. Da empfindest Du Lebensfreude, Kraft, Motivation, Freiheit, Glück, Leichtigkeit. Und es gibt Bereiche, die Du als dunkel, schwer, kraftraubend oder einengend empfindest. Und möglicherweise hast Du das Gefühl, vielen dieser Bereiche machtlos gegenüberzustehen. 

 

In diesen Bereichen nimmst Du kein oder nur sehr wenig Licht wahr. Möglicherweise kommt Dir nicht einmal der Gedanke, dass Du in diesem Bereichen mehr Licht – und damit eine kraftspendendere Gestaltung dieser Lebensbereiche – wählen könntest und somit die Möglichkeit hast, etwas zum Positiven zu verändern. Du siehst in dieser Dunkelheit nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, etwas zum Positiven zu verändern – wenn überhaupt –, weil Du diese Möglichkeiten nicht mit Deinem Fokus beleuchtest. Du fokussierst auf diese Weise automatisch so etwas wie: "Es ist eben so. Damit muss ich leben." Und dieser Fokus hat Wirkung. Du erlebst dann genau diese Dunkelheit, die Du wahrnimmst. Du erlebst sie immer wieder. Wie in einer Dauerschleife. Und Du fühlst Dich mehr oder weniger machtlos.

 

Unser Fokus ist tatsächlich sehr wirkungsvoll. Denn das, was wir wahrnehmen, ist das, was sich als unsere Wirklichkeit in unserem Leben zeigt. Wenn Du also etwas ändern möchtest, dann geht auch das über Deinen Fokus. Wenn Du beginnst, etwas zu fokussieren, was Du statt des Dunkels, das Du aktuell wahrnimmst, in Deinem Leben erleben und erfahren möchtest, dann wirst Du dies auch verstärkt in Deinem Leben wahrnehmen können und dadurch vermehren. Du wirst immer mehr positivere Möglichkeiten für Dich entdecken, die Dich weiter in diese positive Richtung führen. Du wirst von Deinem Fokus also Schritt für Schritt in eine positivere Richtung geführt. Denn Du folgst automatisch immer Deinem eigenen Scheinwerfer. Wie beim Autofahren in der Nacht. Du fährst dorthin, wohin Du leuchtest. Egal ob es dunkel oder hell ist. 

 

Meistens nutzen wir unseren Fokus allerdings vollkommen unbewusst. Diese Bereiche, die Du in Deinem Leben als dunkel wahrnimmst, kommen Dir also deshalb so "unausweichlich" vor, weil Du aufgrund Deiner Glaubenssätze und inneren Muster automatisch immer wieder in das gleiche Dunkel schaust. Diesen unbewussten Fokus zu verändern ist unfassbar segensreich.

 

Daher wirst Du in meinem nächsten Blogbeitrag erfahren, wie Du diese Veränderung Deines unbewussten Fokus mit einer sehr leicht umsetzbaren und wirkungsvollen Methode, die Bodo Deletz entwickelt hat, nicht in allen, aber doch in sehr vielen Bereichen Deines Lebens bewirken kannst. Für die komplexeren Bereiche gibt es von Bodo eine weitere, deutlich umfassendere Methode, auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt näher eingehen werde. 

 

Den verstärkenden Grundstein für die Veränderung Deines Fokus kannst Du dadurch legen, dass Du beschließt, Deinen Fokus immer wieder in eine positive Richtung zu lenken – und damit in die Leichtigkeit und Helligkeit.

Mach es zu Deiner Lebenseinstellung. Ganz einfach, weil Du es möchtest. Weil es Dir gut tut, Licht ins Dunkel zu bringen.  

 

Lies dazu auch einmal diesen Beitrag in den Inspirationen:

Lenke Deinen Fokus in die Helligkeit – denn da möchtest Du hin!

 

  

Eine bewegende Erfahrung

 

Ein besonders bewegendes Erlebnis hat vor etwa 8 Jahren meine Sicht auf das, was ich in meinem  und unserem Leben als helle oder dunkle Erfahrungen bis dahin wahrgenommen hatte, komplett verändert. Das war bei meiner ersten außerkörperlichen Erfahrung.

 

Ich habe mich damals als von außen auf die Erde blickend wahrgenommen. Und ich habe noch nie so viel Liebe empfunden. Es war unbeschreiblich. Ich nahm wahr, dass das, was ich da empfand, allumfassende Liebe ist. Eine Liebe die jenseits von Hell und Dunkel, Gut und Böse einfach da ist. Die in allem ist, was ist. Die Essenz des Seins. Ich fühlte, dass die Erde und das ganze Universum und alles, was ist, davon durchdrungen ist und einfach nichts anderes ist als das – nämlich diese Liebe. Ich verweilte einige Zeit in diesem wundervollen Gefühl, doch dann begann ich mich zu fragen, wie ich denn empfinden würde, wenn ich in ein Kriegsgebiet blickte. Augenblicklich zoomte ich mit meinem Fokus – ähnlich wie bei Google Earth, das ich damals noch gar nicht kannte – in so ein Kriegsgebiet irgendwo auf der Erde. Und es änderte sich nichts an meinem Gefühl. Ich sah, was geschah, und fühlte nichts als Liebe. Für alle Beteiligten.

 

Ich wollte es noch genauer wissen. Ich wollte wissen, wie es ist, wenn ich ganz nah dran bin. Was ich dann empfinde. Und ich zoomte durch diesen Fokus augenblicklich noch näher, und sah eine Szene, in der ein Mensch einen anderen erschoss. Und auch da fühlte ich die gleiche allumfassende Liebe. Für beide und in den beiden selbst.

 

Ich nahm die Liebe in jedem Einzelnen von ihnen wahr, und dass sie einfach in einer Illusion lebten, in der sie keine andere Möglichkeit sahen, als diese Erfahrung zu machen. Doch ich fühlte einfach ihre Liebe. Und dass sie positivere, liebevollere und friedvolle Erfahrungen machen können und werden. Wenn die Zeit gekommen ist. Und dass ihnen nichts wirklich geschieht. Weil alles einfach unvergänglich ist.

 

Diese Erfahrung hat mir eindrucksvoll gezeigt, dass alle Dunkelheit, die wir wahrnehmen, die Liebe in sich trägt.

Und dass es für alle Beteiligten – egal ob als Wahrnehmender oder als Wahrgenommener – äußerst segensreich ist, wenn wir dieses Licht im Dunkel mehr und mehr wahrnehmen. Dann wird die Dunkelheit voller Liebe sein und sich erhellen. Denn das Licht, das wir wahrnehmen, erzeugt Resonanzen, die aus der Dunkelheit als helles Licht zu uns zurückstrahlen. Und dieses Licht wird sich mehr und mehr verstärken und immer klarer und heller strahlen.


Sobald wir in der Dunkelheit ein noch so kleines Licht leuchten lassen, weil wir es dort wahrnehmen, wird sie heller. Und je öfter wir so ein Licht wahrnehmen können, und je mehr wir das durch unseren Fokus verstärken, desto heller und klarer wird unsere Wahrnehmung des Lichtes werden. Es ist einfach nur unsere Entscheidung, das Licht in der Dunkelheit sehen zu wollen, und dann öffnen sich die Möglichkeiten, es immer heller strahlen zu lassen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Freude dabei, Deinen Fokus immer wieder in die Helligkeit zu lenken, wo auch immer Du sie finden möchtest. 

 

Liebe liebe Grüße!

 

Dagmar

 

 

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Kommentare: 9
  • #1

    Dirk (Dienstag, 26 Juli 2016 17:31)

    Liebe Dagmar,

    danke für diese Inspiration, die Übung mit den Fotos war noch einmal eine neue und ganz praktische Erfahrung des bewussten Fokus auf Licht oder Dunkelheit. Diese Übung hat mir sehr geholfen und ich werde sie gleich mal mit den 5 Wiederholungen generalisieren. Danke!

    Liebe Grüße Dirk

  • #2

    Dagmar (Mittwoch, 27 Juli 2016 17:01)

    Lieber Dirk,

    ich freue mich sehr, dass Dir die Übung mit den Fotos weitergeholfen hat!

    Vielen Dank für dieses tolle Feedback!

    Liebe liebe Grüße!

    Dagmar

  • #3

    Christiane Weber (Donnerstag, 28 Juli 2016 09:23)

    Liebe Dagmar,

    du machst mir gerade ein unglaubliches Geschenk mit deinem Blog-Beitrag. Hier kullern die Tränchen.
    Du schreibst:

    "Ich wollte es noch genauer wissen. Ich wollte wissen, wie es ist, wenn ich ganz nah dran bin. Was ich dann empfinde. Und ich zoomte durch diesen Fokus augenblicklich noch näher, und sah eine Szene, in der ein Mensch einen anderen erschoss. Und auch da fühlte ich die gleiche allumfassende Liebe. Für beide und in den beiden selbst.
    Ich nahm die Liebe in jedem Einzelnen von ihnen wahr, und dass sie einfach in einer Illusion lebten, in der sie keine andere Möglichkeit sahen, als diese Erfahrung zu machen. Doch ich fühlte einfach ihre Liebe. Und dass sie positivere, liebevollere und friedvolle Erfahrungen machen können und werden. Wenn die Zeit gekommen ist. Und dass ihnen nichts wirklich geschieht. Weil alles einfach unvergänglich ist.
    Diese Erfahrung hat mir eindrucksvoll gezeigt, dass alle Dunkelheit, die wir wahrnehmen, die Liebe in sich trägt."
    Wie oft habe ich mich in meinem Leben schon falsch gefühlt. Wie oft habe ich mir Vorwürfe anhören müssen, dass ich sie nicht mehr alle beisammen habe. Wie oft habe ich an mir selber gezweifelt.
    Weil ich jemanden verstanden habe, der in völliger Verzweiflung Taten beging, die für andere nicht nachvollziehbar waren. Weil ich meine Hilfe in diesen Situationen angeboten habe. Weil ich mich nicht voller Entsetzen einfach nur abgewendet habe. Weil ich eine Lösung gesucht habe, die allen dienlich ist.

    Dabei habe ich einfach nur das Helle im Dunklen gesehen. Das Licht selbst in den düstersten Momenten. Ich habe einfach nur die LIEBE gesehen. <3 <3 <3

    Hier rückt gerade gefühlt etwas seeehr Verrücktes wieder an seinen Platz. Rückt dahin, wo es sich für mich richtig anfühlt. Diese Liebe hat wieder Platz in meinem Herzen gefunden! Da wo sie für mich immer hin gehört hat.

    Ich bin dir so unendlich dankbar! Fühl dich von Herzen umarmt!

    Christiane

  • #4

    Dagmar (Donnerstag, 28 Juli 2016 12:43)

    Liebe Christiane,

    ich freue mich sooo sehr mit Dir, dass Du diese Erlebnisse für Dich damit wieder neu einordnen kannst!

    "Diese Liebe hat wieder Platz in meinem Herzen gefunden! Da wo sie für mich immer hin gehört hat."

    Wie wundervoll!

    Fühl Dich von Herzen lieb umarmt! <3

    Dagmar

  • #5

    Miriam (Dienstag, 16 Januar 2018 12:57)

    Liebste Dagmar,
    ich lese gerade mal wieder deinen Beitrag und wieder mal herrlich weiter erhellend.
    Danke für dein so helles Licht, wodurch ich mir mein Licht auch immer heller und schöner erstrahlen lasse <3
    Liebe Grüße,
    Miriam

  • #6

    Dagmar (Dienstag, 16 Januar 2018 21:04)

    Liebste Miriam,

    sooo lieben Dank, dass Du mit Deinem Kommentar hier so viel Licht verbreitest - das fühlt sich wunderschön an!! ❤️

    Liebe liebe Grüße! ❤️

    Dagmar

  • #7

    Marc (Sonntag, 11 Februar 2018 16:47)

    Liebe Dagmar,

    zeitlos erhellend!
    Ich Licht sein und im Licht bleiben ist ein Akt der Liebe... (Zitatkiste^^ von Dir)

    liebe Grüße Marc

  • #8

    Marc (Sonntag, 11 Februar 2018 16:49)

    Liebe Dagmar,
    was für ein schöner Schreibfehler = Ich Licht sein...^^

    Im Licht sein und im Licht bleiben ist ein Akt der Liebe.

    Liebe Grüße
    Marc

  • #9

    Dagmar (Montag, 12 Februar 2018 00:09)

    Lieber Marc,

    Deine "Zitatkiste" ist immer wieder eine Wundertüte für mich. :-) Und ich freue mich, dass es dieser Blogartikel wiederum für Dich ist. :-)

    Und was für ein schöner Verschreiber! Ich Licht sein – Du Licht sein – wir alle Licht sein. Das klingt nach einem Zitat von Yoda :-) – und bringt soooo viel Leichtigkeit in die Sache! :-)

    Im Licht sein und im Licht bleiben ist unsere Natur. Wir sind es ja schon. :-) Wir brauchen also nicht "perfekt" zu sein, um unser Licht wahrzunehmen und uns immer heller und wohler in uns selbst und unserem Leben zu fühlen – und uns auf diese Weise verbundener mit uns selbst, unserem Leben und Allem was ist zu erleben.

    Denn wir sind ja zu jeder Zeit Licht – und mit jeder kleinsten Erinnerung und Wahrnehmung dieses Lichts tun wir uns selbst und uns allen sooo viel Gutes. All das ein Akt der Liebe. ❤️

    Vielen lieben Dank für Deinen lieben Gruß aus der Zitatkiste!

    Ich grüße Dich ganz lieb! ❤️

    Dagmar