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Erste Übungen für die Energiewahrnehmung

Wenn Du für Dich ausprobieren möchtest, wie Energiewahrnehmung funktioniert, oder wenn Du Dich schon länger damit beschäftigst, aber das Gefühl hast, keinen leichten Zugang dazu zu finden, dann kann Dir dieser Beitrag möglicherweise weiterhelfen. 

 

Die Energiewahrnehmung findet in der rechten Hemisphäre unseres Großhirns statt. Und das Ungewöhnliche an der rechtshemisphärischen Wahrnehmung ist, dass sie auf den Wunsch nach "praktischer Umsetzung" so gar nicht reagiert, und auch nicht auf den Wunsch etwas "richtig hinzubekommen" – da wir rechtshemisphärisch ganz einfach nur Energie

wahrnehmen.

 

Alles Wollen, Richtigmachen, Definieren und alles, was Du in dieser Richtung unternimmst, findet dort nicht statt und wird daher nicht funktionieren. Du brauchst also eine andere Herangehensweise – die Dir zunächst sehr ungewöhnlich erscheinen mag, aber die zugleich sehr wohltuend ist, wenn Du Dich darauf einlässt.

 

Es ist so, wie ein Kind staunt, wenn es zum ersten Mal die Lichter an einem Weihnachtsbaum sieht. Es hat weder vorher darüber nachgedacht, dass es so etwas geben könnte, noch denkt es darüber nach, was das ist, was es dort sieht – es staunt einfach nur, ohne etwas einzuordnen.

 

Die rechte Hemisphäre folgt in diesem Staunen also keinen Definitionen oder Absichten, keinen Wünsche, keinen Zielen.

Sie nimmt einfach nur Energie wahr. 

 

Wenn Du dazu mehr wissen möchtest:

Es gibt dazu ein eindrucksvolles Video von einer Neurologin, die durch einen Schlaganfall eine Zeit lang nur rechtshemisphärisch wahrnehmen konnte und darüber sehr  bewegend und unterhaltsam berichtet.

 

Wir brauchen hierfür also eine andere Funktion unseres Denkens. Wir nehmen rechtshemisphärisch wahr und

übersetzen diese Wahrnehmung dann in sprachliche, gedankliche Information. Das macht die linke Hemisphäre, also

Dein analytischer Verstand, den Du somit in etwas anderer Weise als bisher für Dich einsetzt.

 

Es geht also tatsächlich darum, wieder zu staunen – in den Sternenhimmel zu gucken oder in eine Baumkrone – im Grunde ist es völlig egal, was Du betrachtest, es kann auch ein Stuhl in Deiner Wohnung sein oder das Gefühl, wenn Du einen Kaffee oder Tee genießt. Nimm etwas, worin Du für einen Moment "baden" möchtest, was Dir ein Wohlfühlgefühl bereitet und worauf Du neugierig bist, wie es sich wohl anfühlt, wenn Du es nicht mehr definierst und in eine Schublade steckst mit der Aufschrift "Kenne ich schon". :-)

 

Einfach nur zu gucken und zu staunen und nicht zu definieren, nicht auf bisheriges "Wissen" zurückzugreifen – es einfach mal wirken zu lassen, egal was Du siehst, bringt Dir das Gefühl dafür zurück, wie Energiewahrnehmung funktioniert.

 

Es ist nach meiner Erfahrung  die Offenheit für dieses Nicht-erklären-wollen, die uns hilft, nach und nach die rechtshemisphärische Wahrnehmung zu intensivieren. Dabei hilft es dem Verstand sehr, das zu genießen, was wir sehen und uns begegnet.

 

Du kannst hier wunderbar meine Kurzmeditationen für Dich nutzen. Wenn es Dir anfangs nicht gelingt, Dein Licht wahrzunehmen, dann genieße es einfach, eine Weile ruhig dazusitzen und Dich zu entspannen.

 

Denn durch Genuss entspannen wir uns in unserer Erwartungshaltung, und unser Verstand hört auf, alles erklären zu wollen. Denn in diesem Genuss signalisieren wir unserem Verstand, dass er mal Pause machen darf. :-)

 

Auf diese Weise öffnen wir uns langsam für die Energie-Bild-Sprache, die wir über die rechte Hemisphäre empfangen können, und beginnen sie ebenso entspannt für uns zu übersetzen. Zum Beispiel indem wir spüren, dass wir uns in dem Licht wohlfühlen, dass es sich weit anfühlt, oder leicht, oder dass es hell ist. All das sind schon Übersetzungen. Das ist schon alles. :-)

 

Mach Dir bewusst, dass Du all das tust, um Dir etwas Gutes zu tun.

 

 ❤  Staune, wie gut das Genießen Dir tut, und genieße Dein Staunen. ❤ 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Kerstin (Dienstag, 07 November 2017 07:25)

    Liebe Dagmar, danke für Deine Inspirationen ! Ich kann aus meiner Erfahrung sagen : dranbleiben, auch wenn der Verstand immer wieder dazwischen funkt, kommentiert, bewertet. Kleinigkeiten genießen, Freude zulassen ! Das ganze System gewöhnt sich mit der Zeit daran und es klappt dann besser. Nur nicht zu viel wollen ... ;-)

  • #2

    Dagmar (Dienstag, 07 November 2017 14:50)

    Liebe Kerstin,

    vielen lieben Dank, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst! Ja genau, dieses "Dranbleiben und nicht zu viel wollen" wird viel leichter, wenn wir das Ganze von der anderen Seite her betrachten und das tun, was wir ja eigentlich möchten: Nämlich uns etwas Gutes tun und es genießen. Denn dann fühlen wir uns wohl. Und diese Erfahrung hast Du ja auch gemacht, wie Du schreibst.

    Es wird dadurch unwichtiger, ob wir Energien wahrnehmen, weil wir den Fokus auf das Wohlfühlen lenken, und schon "wollen" wir wir es nicht mehr so sehr. Und genau das unterstützt die Energiewahrnehmng, weil der analytische Verstand keine Notwendigkeit hat, hier mitzuspielen.

    Unser analytischer Verstand ist etwas sehr Wundervolles. Denn durch ihn können wir all das greifbar machen, was wir wahrnehmen und erleben, wir können es erfassen und uns mitteilen. Ohne meinen Verstand gäbe es zum Beispiel diesen Text hier nicht und niemand könnte ihn lesen. ;-) Es geht also bei der Energiewahrnehmung darum, dem analytischen Verstand liebevoll eine andere Spielwiese zu bieten, und ihn dann später wieder mit einzubeziehen, nämlich um unsere Wahrnehmungen zu übersetzen, sie erfassbar und mitteilbar zu machen.

    Ich kann allen, denen das nicht ganz leicht fällt, die Kurzmeditation 3 sehr ans Herz legen. Sie unterstützt dabei, entspannter und gelassener mit den Gedanken umzugehen – und das wirkt ebenso auf den analytischen Verstand.

    Wie Du schreibst : "Das ganze System gewöhnt sich mit der Zeit daran und es klappt dann besser." Das sehe ich ganz genauso.

    Liebe liebe Grüße! ❤

    Dagmar