Fokus und Resonanzen Teil I: Wie Manifestationen geschehen

Du gestaltest Deine Realität, indem Du eine bewusste Wahl triffst. Und die kannst Du nur im Zusammenspiel mit Deinem Unterbewusstsein treffen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Gehirn deutlich VOR einer bewussten Entscheidung aktiv wird. Je mehr also wir unsere rechtshemisphärische Wahrnehmung trainieren und übersetzen, und damit fähig werden, bewusst mit unserem Unterbewusstsein zusammenzuarbeiten, desto mehr können wir hier bewusst einwirken.

 

Ich habe Geige studiert, und es gibt hier einige sehr anschauliche Parallelen zu den Fähigkeiten, die ich erlernt habe. Sie unterstützen mich, dieses Prinzip zu erklären und immer mehr Klarheit zu gewinnen, wie das eigentlich abläuft, wie wir also ganz bewusst und immer klarer und unmittelbarer unsere Realität gestalten können.

 

Als Geigerin arbeitest Du permanent mit Resonanztönen. Das heißt, ein Ton klingt nur dann wirklich klar, wenn Du die Obertöne der anderen Saiten, die zu diesem Ton in Resonanz stehen – also auf der gleichen Frequenz liegen – mit ansprichst. Du erzeugst also, wenn Du darin sehr geübt und dazu fähig bist, ständig Resonanztöne, die die Geige viel stärker schwingen lassen. Alles andere klingt eher dumpf, es schwingt also nicht so, wie es könnte und es entsteht kein klarer, berührender Klang.

 

Wenn Du darin geübt bist, klare Resonanztöne und damit berührende, frei schwingende Töne zu erzeugen, dann verschmelzen Klangerzeuger, Klangerzeugung und Resonanz zu einer Einheit, denn Du kannst solche klaren Töne auf der Geige nur erzeugen, wenn Du sie aus Deinem Körpergefühl heraus, das sich am Vorweghören des Tones orientiert, erzeugst. Du nimmst also die Manifestation des Tones, den gewünschten Klang sowie seine Resonanzen, was ein uns dasselbe ist, durch Deine ganzheitliche Wahrnehmung vorweg.

 

Dieser Vorgang zeigt auf wundervolle Weise, wie Manifestationen tatsächlich geschehen.

 

Das Vorweghören ist gleichzusetzen mit der intuitiven Wahrnehmung dessen, was Ist und was Du wählen möchtest. Es ist ein klares Fokussieren des Zustandes, den Du gestalten möchtest, immer genau von dort aus, wo Du gerade bist.

 

Vorweghören bedeutet also, genau von dem Punkt aus, wo Du bist, Kontakt zu dem Punkt aufzunehmen, wo Du hin möchtest. Du fühlst Dich in diese neue Manifestation hinein. Und genau darum kannst Du sie manifestieren. Weil eine Verbindung des vorherigen Standpunktes zum neuen Standpunkt entsteht, und somit der neue Standpunkt klar angesteuert und verwirklicht werden kann.

 

Vorweghören ist also im Grunde gleichzeitig das Erfassen und Hören des Tons in Dir, welches gleichzeitig Resonanz in der Hand, dem Finger hat, der die genaue Tonhöhe erzeugt wie auch in der anderen Hand, welche die Klangqualität erzeugt. Dies sind natürlich antrainierte Muster und Fähigkeiten, die da ablaufen.

 

Dadurch, dass Du als Musiker diese Möglichkeit der extrem komplexen Vorgänge als Informationsmuster in Dir gespeichert hast, ist es Dir möglich, es sehr präzise abzurufen, und je öfter Du diesen Umgang mit Deinem Fokus gebrauchst, desto selbstverständlicher wird es Dir, dass Deine Muskeln, Dein Körper, Dein Gefühl, sowie der erzeugte Klang auf Deinen inneren Fokus reagieren. Du arbeitest perfekt auf bewusster und unbewusster Ebene mit Deinem Fokus zusammen.

 

Es erfordert also Training, das klare Fokussieren, Erfassen und Umsetzen unserer Energien und Muster zu erlernen und umzusetzen, sodass es ganzheitlich und allumfassend abläuft. Doch da sich immer mehr Menschen mit dieser Thematik beschäftigen, sind wir kollektiv auf einem sehr guten Weg, unserer intuitive und rechtshemisphärische Wahrnehmung immer zielgerichteter und besser synchronisiert anzuwenden, und es wird mit der Zeit immer leichter für uns alle. Denn unsere Erfahrungen mit dem Fokussieren und der Energiewahrnehmung erzeugen ebenfalls immer stärkere und klarere Resonanzen, je mehr Menschen sich darin üben und ihre Erfahrungen damit verbreiten, indem sie es einfach anwenden.

 

Jede Energie, die wir aufsteigen lassen, ist ein wirkungsvoller Schritt in diese Richtung.

 

Wir werden immer mehr eins mit dem, was wir gestalten.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0