Verbinde Dich mit Dir selbst

 

Deine Verbindung mit Dir selbst bewusst wahrzunehmen  ist nicht so selbstverständlich, wie es Dir vielleicht scheinen mag.  Du denkst Tag für Tag  Deine Gedanken, fühlst Deine Gefühle – doch ist Dir eigentlich bewusst, was Du den ganzen Tag denkst und fühlst, und warum?

 

Tatsächlich läuft das meiste in uns allen völlig unbewusst ab, und es ist sehr spannend und lohnenswert, Deine Innenwelt genauer kennenzulernen und sie neu zu gestalten. Denn dadurch kannst Du sehr viel mehr Licht und Wohlgefühl in Deine Welt bringen.

 

Tatsächlich tragen wir alle in uns eine bunte Mischung aus Mustern. Das sind Glaubenssätze, die wir verinnerlicht haben, Verhaltensweisen, die wir erlernt haben, Erwartungshaltungen, die wir irgendwann mal übernommen haben... usw.

 

Um dem ein bisschen auf die Spur zu kommen, was von dem, was Du da so täglich denkst und fühlst wirklich Dir selbst – also dem, was Du erleben und erfahren möchtest – wirklich entspricht, machen wir dieses Verbindungs-Spiel. Wir lenken den Fokus auf uns selbst und fragen einfach mal nach. :-)

 

Sag "Hallo!" zu Dir selbst und unterhalte Dich einfach mal mit Dir. :-)

 

 

Stelle Dir immer mal wieder eine der folgenden interessierten, liebevollen und unterstützenden Fragen. Nimm einfach die, die Dir gerade ins Auge springt:

 

Worüber freue ich mich heute am meisten?

Womit kann ich mir heute eine Freude machen?

Was waren heute meine schönsten Erlebnisse?

Woran freue ich mich in meiner aktuellen Umgebung am meisten?

  

Wo möchte ich hin?

Was macht mich glücklich?

Ich fühle mich wohl, wenn...

Ich habe Spaß an...

Es macht mich glücklich, wenn...

Was mag ich mir?

Welche meiner Fähigkeiten mag ich besonders?

 

Welche Tätigkeiten machen mir Freude?

Was möchte ich mir heute Gutes tun?

 

Was möchte ich verändern?

Was kann ich für mich tun?

 

Möglicherweise ist es für Dich zunächst ziemlich gewöhnungsbedürftig, diese Fragen zu beantworten, und es kann auch sein, dass Du zunächst feststellst, dass Dir dazu keine Antworten einfallen. Vielleicht weißt Du gar nicht, wie Du Dich fühlst, geschweige denn, wie es sich anfühlt, wenn Du etwas an Dir magst, usw. Es ging mir selbst vor vielen Jahren so. Und aus dieser Zeit heraus habe ich dieses Verbindungs-Spiel überhaupt erst entwickelt. Damals habe ich es einfach für mich selbst gemacht.

 

Lass Dich also einfach nicht davon irritieren, wenn Dir nichts einfällt und Du feststellst, dass sich da eine Leere auftut, mit der Du möglicherweise nicht gerechnet hast. Schreib dann einfach auf, was Du glaubst, was die Antwort sein könnte. Tu einfach so, als ob. Das hört sich an, als würde ich Dir raten, Dich selbst zu täuschen, aber tatsächlich bedeutet das einfach, dass Du mit der Möglichkeit Kontakt aufnimmst, dass Du doch irgendwann ein Antwort findest, etwas fühlen wirst. Und genau durch diese, wenn auch zunächst nur ganz vage wahrgenommene Möglichkeit, kannst Du diese immer näher in Dein Leben ziehen, sie immer wirklicher spüren und sie dann tatsächlich Schritt für Schritt wahr werden lassen.

 

Nimm Dir einfach ein bisschen Zeit, und freu Dich drauf, was Du auf diese Weise über Dich erfährst.

 

 

Frage Dich einfach etwas,  wo auch immer Du bist. Warte nicht auf einen "besondere Gelegenheit". Eine tolle Zeit dafür sind zum Beispiel  irgendwelchen Routinetätgkeiten, zum Beispiel beim Staubsaugen, Putzen oder Einkaufen, beim Zähneputzen, unter der Dusche, usw. :-)

 

Kurz gesagt:

Nimm Kontakt zu Dir auf, in Situationen, in denen Du tagtäglich bist, im Alltag eben. Denn dort bist Du ständig und immer. Und wo Du bist, da kannst du Dich auch finden.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Liste von Fragen, die Du Dir neben das Klo hängst, so als kleine Erinnerung? Dein Besuch könnte dann gleich mitmachen, und sich ebenfalls befragen. Aber das ist nur so eine kleine lustige Anregung. :-)

 

Wichtig ist die Botschaft, die dahinter steckt:

Mache es für Dich zur normalsten Sache der Welt, Dich mit Dir selbst zu beschäftigen, Kontakt zu Dir zu halten, und immer wieder interessiert zu gucken, was Dich gerade erfüllt und was Dir Freude bringt.

 

Auf diese Weise gibst Du Dir selbst immer wieder Impulse, die Dich dabei unterstützen herauszufinden, was du wirklich möchtest und was Dich wirklich erfüllt. Je öfter Du Dir solche Impulse gibst – auch wenn sie Dir anfangs seltsam vorkommen, oder Du Dir die eine oder andere Frage gar nicht beantworten kannst – werden diese Fragen in Dir weiterarbeiten. Auf diese Weise nimmst Du immer mehr Kontakt mit Deinem wirklichen Selbst auf, und mit dem, was Dich erfüllt und glücklich macht.

 

Wenn du dieses Verbindungs-Spiel immer wieder machst, wirst du bemerken, wie sich Dein Blick auf die Welt und auf Dein Leben in gewisser Weise umkehrt.

Viele - vielleicht sogar die meisten - von uns sind es gewohnt, sich „von außen“ zu betrachten.

 

Das liegt einfach daran, wie wir als Kollektiv aufwachsen, und an den inneren Mustern, die wir im Laufe der Zeit übernommen und entwickelt haben.

 

Wenn du in dieser Betrachtungsweise „feststeckst“, siehst Du Dich selbst nur noch aus der Perspektive „der anderen“. Du denkst ständig - und meistens völlig unbewusst - darüber nach, wie Du wohl auf andere wirkst, und was andere über Dich denken könnten, oder was andere von Dir wollen könnten. Dieses Denken verankert sich dann so sehr in Deinem Verhalten, dass Du Dich oft „wie ferngesteuert“ fühlst, ohne genau zu wissen, warum, oder wie Du das ändern könntest. Und häufig fällt Dir sogar diese „Fernsteuerung“ gar nicht mehr auf. Du fühlst dann nur noch ein dumpfes Gefühl der Leere, oder du vermisst das Gefühl der Lebensfreude in Dir, ohne einen greifbaren Grund zu finden.

Du reagierst auf die Außenwelt, statt aus Dir selbst heraus zu agieren.

Du stellst dir ständig Fragen, die sich mit Deinem Außen beschäftigen, wie:

 

„Was will derjenige oder diejenige von mir?“

„Was denkt derjenige oder diejenige von mir?“

„Was muss ich tun, damit derjenige oder diejenige (mit mir oder durch mich) glücklich ist?“

„Was wird von mir erwartet?“

„Habe ich die Erwartungen erfüllt?“

 

Wenn Du durch diese Übung den liebevollen Kontakt zu Dir selbst wieder herstellst, legst Du damit den Grundstein, wieder in Deine eigene Perspektive zurückzufinden. Du löst damit noch nicht all die Muster, die Dich in die andere Perspektive hineinrutschen ließen, doch Du beginnst, die Welt wieder aus Deinen Augen zu betrachten. Du siehst wieder neue Möglichkeiten für Dich, und Du bekommst neue Ideen und Impulse, die Dir Schritt für Schritt ermöglichen, das, was Du wirklich erleben und erfahren möchtest, in Dein Leben zu ziehen.

 

Dadurch, dass Du Deine Perspektive wieder aus Deinem Inneren heraus auf das Äußere richtest, und nicht umgekehrt, findest Du also eine neue Perspektive für die Gestaltung Deiner Realität.

 

Du beginnst Dir Fragen zu stellen, wie:

 

„Wer möchte ich in dieser Situation sein?“

„Wie möchte ich mich in dieser Situation verhalten?“

„Wer möchte ich in Bezug auf diesen Menschen sein?“

„Wie möchte ich mich diesem Menschen gegenüber verhalten?“

„Wer, wie und was möchte ich in meinem Leben sein?“

 

Auf diese Weise lenkst Du mehr und mehr wirkungsvoll Deinen Fokus darauf, wer Du in Deinem Leben sein möchtest und was Du wirklich in deinem Leben erleben und erfahren möchtest.

Und diese neue Perspektive eröffnet Dir einen Raum für Dich, in dem Du neue Möglichkeiten für Dein Leben entdecken kannst, und zu diesen neuen Möglichkeiten Verbindung aufnehmen kannst. Auch wenn sie zunächst noch weit entfernt scheinen.

 

Dieser Raum ist unendlich wertvoll!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Tony (Dienstag, 27 November 2018 09:52)

    Hallo Dagmar
    Nach einer kurzen Pause komm ich zurück um (mit Freude) weiter zu spielen.
    Zu wenige Menschen verstehen daß sie mit Glaubenssätze und Mustern ihr Leben orientieren. Versteht man das nicht, ist man ganz von den Erlebnissen abhängig, und da passieren doch so viel schwere Sachen, daß man schon Angst haben kann.
    Natürlich wenn so was passiert ist man unvermeidlich in Depression oder zu mindest traurig oder sehr gestört.
    Ich hab ein paar gute Beispiele davon in meiner Umgebung.
    Ja du hast recht, Verbindung zu sich selbst ist wichtig und notwendig, so auch daß wir wissen, hier lebt jemand und wir können ihn mit einem "Hallo Du" begrüßen ! (oder "Hallo Ich", warum nicht...)

    Liebste dankbare Grüße
    Tony

  • #2

    Dagmar (Mittwoch, 28 November 2018 03:40)

    Lieber Tony,

    wie schön, dass Du weiterspielst - ich freue mich sehr, von Dir zu lesen!
    Ich finde es sehr schön, wahrzunehmen und zu erleben, dass immer mehr Menschen sich bewusst mit ihrem Leben und Erleben befassen und auf diese Weise eine ganz neue Lebendigkeit und Lebensfreude erfahren - immer wieder, immer öfter und immer stabiler. Es gibt eine ganz klare Bewegung in diese Richtung ... und je mehr Menschen wahrnehmen , dass das so ist und einfach durch ihre Lebensweise zeigen, dass diese Verbundenheit zu sich selbst und dem eigenen Erleben möglich ist, werden immer mehr Menschen diesen Weg immer leichter finden und ihn genießen.
    Ich liebe es sehr, diese Bewegung in unserer Welt mitzuerleben. ❤️

    Liebe liebe Grüße - und ganz viel Freude beim Spielen wünsche ich Dir! ❤️

    Dagmar