Die Sache mit dem Innen und dem Außen




Das so genannte Resonanzgesetz "wie innen, so außen" wird sehr oft sehr missverstanden und auf eine seltsame materielle, vereinfachte Ebene gebracht.


Gestern kam in unserer Facebookgruppe dazu eine Frage auf, und da das Thema einerseits so essentiell ist und andererseits so viel Verwirrung auslöst, schreibe ich hier nun ausführlicher dazu. Und möglicherweise bringt euch das insgesamt ein bisschen mehr Klarheit. :-)


Das, was wir im Außen erleben, erleben wir aufgrund unserer bewussten und vor allem unbewussten (!) Wahrnehmung. Und da all das, was ich hier gerade schreibe, genauso meiner Wahrnehmung entspringt, ist es natürlich auch nicht "die Wahrheit", sonder einfach meine Wahrnehmung, die ich euch vermitteln möchte, weil sie euch möglicherweise in eurem eigenen Erleben unterstützt.


Unsere Wahrnehmung ist sehr selektiv, das heißt, wir nehmen immer nur Ausschnitte des Ganzen wahr und deuten unsere Erfahrungen nach unseren Mustern. Unsere Wahrnehmung folgt also unserem inneren Fokus und damit unserer inneren Erwartungshaltung an das, wir selbst, wie die Welt, die Menschen, die Situationen, die Dinge „sind“ und wie sie uns begegnen – in welchem Bereich unseres Lebens auch immer.


Diese Erwartungshaltung, dieses innere Gefühl zu unserer Welt und unserem Erleben, lässt und das Außen so erleben und erfahren, wie wir es erfahren – weil wir es genau so wahrnehmen, wie unser Fokus und damit unsere innere gefühlte Erwartungshaltung ausgerichtet ist.


Die gleiche Situation werden zum Beispiel zwei Menschen nie völlig gleich erleben, niemand sieht die Dinge so wie wir selbst, weil jeder Mensch eine andere innere Ausrichtung und Wahrnehmung hat. Es gibt natürlich Übereinstimmungen, aber tatsächlich gibt es zum Beispiel viele Situationen , die der eine völlig positiv wahrnehmen würde, während der andere sie als negativ empfindet, weil zum Beispiel andere Details im Fokus sind, oder das Grundgefühl dazu ein anderes ist.


Was wir also in unserem Inneren bewusst oder unbewusst als wahr annehmen und als wahr fühlen, prägt unsere gefühlte Erwartungshaltung an unser Erleben. Unsere gefühlte Erwartungshaltung lässt uns unsere äußere Welt also entsprechend wahrnehmen. Und diese Wahrnehmung wiederum wirkt auf unsere innere Wahrnehmung – bestätigt sie, oder bringt sie ins Wanken, lässt uns positiv überrascht sein und unsere innere Haltung neu ordnen oder sie lässt uns resignieren, usw. – je nachdem, wo unser Fokus ist.


Wenn wir beginnen, uns bewusst mit unserer inneren Wahrnehmung und damit unserer gefühlten Erwartungshaltung in den vielen Bereichen unseres Lebens zu befassen, dann wird uns dadurch einerseits immer bewusster, wo wir eine negative Erwartungshaltung haben , also Muster, die diese negative Wahrnehmung und das entsprechende Erleben erzeugen, und wir können diese Muster dann nach und nach erhellen und neu wählen. Und ebenso wird uns immer bewusster, wo wir positiv gefühlte Erwartungshaltungen haben, die uns unterstützen, das zu leben, was wir erleben und erfahren möchten – und können diese dann ausbauen und verstärken und bewusst einnehmen – und sie für uns in allen Bereichen unterstützend nutzen.


Wenn wir dunkle, schwere, kraftraubende oder enge Muster in uns wahrnehmen, und diese nach und nach erhellen und neu wählen, bedeutet das, dass wir eine neue innere Erwartungshaltung in uns einnehmen, die dann wiederum unsere Wahrnehmung im Außen neu ausrichtet. Dadurch können wir dann wiederum ganz neue Erfahrungen in unserer Welt machen, weil wir sie durch diese neue Ausrichtung überhaupt erst wahrnehmen und erleben können.


Und da wir diese Erwartungshaltung nach und nach immer bewusster ausrichten können, wenn wir uns unserer inneren Muster und den daraus gefühlten Wahrnehmungen und Erwartungen bewusster werden, erscheint unsere Welt im Außen dann synchroner zu unserer inneren gefühlten Wahrnehmung – weil wir diese Synchronizität dann immer bewusster wahrnehmen können und mit ihr mehr und mehr im Einklang sind. 



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