Getragensein als wirkungsvolle Form des Loslassens



Die Sache mit dem Loslassen ist für viele sehr verwirrend und alles andere als leicht umzusetzen. Es ist immer wieder ein großes Thema bei der Ausrichtung auf unsere positiven Möglichkeiten – und weil es so überaus wichtig zu sein scheint, wird es in Bezug auf unsere Realitätsgestaltung oft zu einem mindestens mittelgroßen Mysterium.


Ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen berichten, dass die Sache mit dem Loslassenwollen oder Absichtslos-sein-Wollen für mich nie wirklich funktioniert hat. Auf diese Weise wurde es für mich zu einer Notwendigkeit, und ich habe eher angefangen zu kontrollieren, ob ich denn wirklich nicht kontrolliere. :-) Ich fühlte mich dabei immer wieder wie in einem nicht greifbaren Raum, in dem ich möglichst nicht „Piep“ sage, um mich nicht „falsch“ zu fokussieren.

Das machte für mich so gar keinen Sinn, und ich hatte überhaupt keine Lust auf dieses Engegefühl – zumal es auch nicht funktionierte. Es brachte weder irgendein positives Gefühl mit sich, noch hatte es sonstige positive Auswirkungen. Wie auch. Ich versuchte quasi meinen Fokus „auszuschalten“, und das funktioniert natürlich nicht.


Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass es für mich viel wirkungsvoller ist, mich darauf zu fokussieren, was ich denn durch dieses Loslassen eigentlich bewirken möchte:

Ich möchte mich von dem Alten lösen und nicht daran festhalten, um dadurch den Fokus frei zu haben, etwas Neues wahrzunehmen und dadurch in mein Leben zu ziehen. Um aufgefangen zu werden von der beginnenden Wahrnehmung einer neuen Möglichkeit für mich. Aufgefangen zu werden von etwas, das mir das Gefühl gibt, dass da doch noch Licht für mich ist, das mir Geborgenheit und beginnendes Vertrauen schenkt.


Wenn wir uns nun jedoch bei diesem Vorhaben auf das Loslassen fokussieren, sind wir genau da, wo wir eigentlich nicht sein möchten. Nämlich bei dem, was uns nicht mehr passend erscheint und was wir nicht mehr für uns wählen möchten. Es scheint an uns zu kleben, und die einzige Möglichkeit scheint dabei zu sein, es fallen zu lassen – oft begleitet von dem Gefühl, gleichzeitig mit in diesen leeren Raum zu fallen, um zu hoffen, aufgefangen zu werden.

Nimmst Du stattdessen die Sichtweise des Getragenseins ein, betrachtest Du das Ganze automatisch aus einer anderen Perspektive – einer Perspektive voller Vertrauen.

Während Du beim Loslassen das Gefühl hast, ins Bodenlose zu fallen und "hoffen" zu müssen, dass da "irgendetwas" ist, das Dich auffängt, ist es beim Getragensein von Anfang an genau umgekehrt.


Denn dieses "Irgendetwas", auf das Du beim Loslassen wartest, ist beim Getragensein schon da – Dein liebevolles Selbst in Form Deiner inneren Führung.

Ich glaube nicht, dass man erst jahrelang das Loslassen praktizieren muss, um wahrzunehmen, dass man getragen wird. Es ist wie gesagt einfach eine Frage der Perspektive.

Und hier kommt Dein Vertrauen in Deine positiven Gefühle ins Spiel. Diese Gefühle und Dein Vertrauen, dass sie Deine Realität gestalten, sind überaus wertvoll und nichts, was Du loslassen musst.


Auch wenn Du mit Deinen Themen und Energien arbeitest, und das Gefühl hast, Du würdest dabei in einen "Trick-17-Modus" geraten, bei dem Du Dir selbst etwas vormachst, statt Deinen tatsächlichen Status quo zu betrachten, dann probiere mal aus, stattdessen in die Perspektive des Getragenseins zu wechseln. Denn dann gibst Du Dir selbst die Möglichkeit, von dieser Sichtweise aus dorthin getragen zu werden, wo Du tatsächlich stehst, und nicht dorthin, wo Du virtuell gerne wärst. Denn Du beziehst dabei Dein höheres Selbst – Deine innere Führung – mit ein, und lernst sie dadurch gleichzeitig kennen.


Natürlich kann ich hier kein Versprechen geben, dass das bei Dir funktioniert – denn jeder Mensch ist anders – aber es auszuprobieren lohnt sich sehr!


In diesem Sinne wünsche ich Dir von Herzen die wundervolle Erfahrung, Dich in Deinem Leben mehr und mehr getragen zu fühlen. ❤️



Kommentare auf der bisherigen Blick-ins-Licht-Website: 16


#1

Manuela(Sonntag, 21 Mai 2017 01:01)

Hallo liebe Dagmar, vielen Dank für diese tolle Website und die vielen wertvollen Erklärungen, Tipps und Anregungen die man wirklich leicht und spielerisch im Alltag anwenden kann. Ich bin durch einen Link in der BDA darauf gestoßen! (Woche 3)

Vielen Dank, dass du deine wertvollen Erfahrungen mit uns teilst! Das ist sehr lieb von dir und ich schätze das sehr!

Das mit dem Loslassen oder Fallenlassen hat bei mir auch nie wirklich funktioniert...immer wenn ich es versucht und vielleicht auch geschafft habe, habe ich mich gefragt: Und wo lande ich jetzt??? Wer oder was fängt mich jetzt auf? Wo komme ich jetzt an? Außerdem hat es nicht wirklich geklappt mich von etwas zu lösen mit dem ich, warum auch immer, in irgendeiner Weise stark verwickelt und identifiziert war.

Die Frage was man mit dem Loslassen eigentlich erreichen will ist wirklich das Entscheidende...nämlich von dem Alten Vergangenen nicht mehr eingenommen und blockiert zu sein und das Neue deshalb nicht empfangen zu können also dafür nicht offen zu sein, bzw. seinen Fokus darauf nicht ausrichten zu können weil man gedanklich und gefühlsmäßig in den vergangenen Ereignissen und dazugehörigen Emotionen ect. gefangen ist.

Das ist bei mir ganz stark ausgeprägt und es macht mich total wütend all dem scheinbar so hilflos ausgeliefert zu sein. Auch wenn ich mich ganz bewußt bemühe meinen Focus auf das was ich wirklich und stattdessen will auszurichten kommt doch das Alte immer wieder so übermächtig in mir hoch!

Mir fällt es zugegebenermaßen schwer in diesem Zustand die Sichtweise des Vertrauens und Getragenseins einzunehemen. Obwohl sich das absolut logisch und erleichernd anhört! :-)

Mir fehlt offenbar das Vertrauen in meine positiven Gefühle... ich hatte schon viele positive Visionen und damit auch positive Gefühle und trotzdem ist genau das Gegenteil davon geschehen... nämlich Dinge die sich für mich ganz furchtbar anfühlen!

Das hat mir das letzte Grundvertrauen auch noch genommen und es ist von diesem Standpunkt aus nun ziemlich schwierig überhaupt noch was Positives zu fühlen und in Irgendwas Vertrauen zu haben.

Ich habe meinem höheren Selbst und meiner inneren Führung schon ganz oft ganz bewußt und vertrauensvoll die Führung in meinem Leben übergeben aber irgendwie komme ich aus dem ganzen Dilemma in dem ich stecke doch nicht heraus obwohl ich demütig und aufrichtig nach einem Weg suche! Ich hab viel Fragen und nur wenige Antworten bzw. wenige Erfolgserlebnisse!

Diesen Absatz den su geschrieben hast verstehe ich leider nicht ganz: Auch wenn Du mit Deinen Themen und Energien arbeitest, und das Gefühl hast, Du würdest dabei in einen "Trick-17-Modus" geraten, bei dem Du Dir selbst etwas vormachst, statt Deinen tatsächlichen Status Quo zu betrachten, dann probiere mal aus, stattdessen in die Perspektive des Getragenseins zu wechseln. Denn dann gibst Du Dir selbst die Möglichkeit, von dieser Sichtweise aus dorthin getragen zu werden, wo Du tatsächlich stehst, und nicht dorthin, wo Du virtuell gerne wärst. Denn Du beziehst dabei Dein höheres Selbst – Deine innere Führung – mit ein, und lernst sie dadurch gleichzeitig kennen.

Das ich meinen Standpunkt nur von da aus verändern kann wo ich gerade bin leuchtet mir völlig ein! Doch wie genau ich das in Verbindung mit Vetrauen und meinem höheren Selbst machen kannl leider noch nicht ganz! Wie soll ich in etwas Vertrauen mit dem ich noch keine positiven Erfahrungen gamacht habe? Vielleicht könntest du es noch ein wenig anders formulieren, sodass es dann vielleicht auch Klick bei mir macht! Würde es wirklich gerne verstehen und anwenden!!!

Danke für deine Mühe und Liebe im Voraus!

Alles Liebe und Gute für dich!

Von Herzen Manuela



#2

Dagmar(Sonntag, 21 Mai 2017 03:00)

Liebe Manuela,

vielen lieben Dank für Dein tolles Feedback zu meiner Website! Ich freue mich sehr, dass Du hier unterstützende Inspirationen für Dich findest! ❤️

Da meine Antwort auf Deine Frage etwas länger wird, teile ich sie auf mehrere Kommentare auf – also nicht wundern. :-)

Du schreibst, dass Du schon oft negative Erfahrungen gemacht, hast, wenn Du Deinen Visionen vertraut hast. Das hört sich sehr danach an, dass Du dabei tatsächlich in einen Trick 17 geraten bist. Den erkläre ich hier mal genauer - Bodo beschreibt ihn übrigens ausführlich in Seminar 9. :-)

Dieser Trick 17 entsteht dann, wenn Du in ein Wunschdenken gerätst, bzw. die Energie eines Wunsches verstärkst, und dadurch in eine Fantasie gerätst. Das geschieht dann, wenn Du dabei eben nicht guckst, wie Du aktuell zu dem, was Du Dir wünschst, tatsächlich empfindest, und von dort aus guckst, wo Du hin möchtest – also Deinen Status Quo wahrnimmst und von dort aus Deine Wahrnehmung des Themas veränderst – sondern wenn Du Deine aktuelle Wahrnehmung und Empfindungen dazu außer Acht lässt, und einfach nur das fokussierst, was Du gerne hättest. Oft kommen dann noch ganz konkrete Vorstellungen dazu, wie das dann genau sein soll. Das ist jedoch alles andere als ratsam! Denn dann verstärkst Du den Mangel, den Du in Wirklichkeit zu dem Thema empfindest, und das kann sich sehr unangenehm anfühlen und sich entsprechend im Außen zeigen.

Wenn Du jedoch Deine Wahrnehmung aus Deinem tatsächlichen Empfinden heraus veränderst, dann kannst Du Deinen Fokus dahin lenken, wie Du das, was Du stattdessen leben möchtest, tatsächlich wirkungsvoll in Deinem Leben umsetzen kannst. Denn dann veränderst Du wirklich Deine Sichtweise zu dem Thema, und kannst dadurch neue Möglichkeiten für Dich wahrnehmen und dadurch auch Schritt für Schritt erleben und erfahren.

Wir geraten in diesen Trick 17 verstärkt dann, wenn es um Themen geht, die uns sehr wichtig sind. Wir haben dann bewusst der unbewusst das Gefühl, dass wir machtlos sind, einerseits daran überhaupt irgendetwas zu verändern, und andererseits es "loszulassen", also den Druck herauszunehmen, es am besten "vorgestern" zu lösen und darauf zu vertrauen, dass wir die passenden Wege für uns finden, um Schritt für Schritt in eine positivere Richtung zu gehen, die uns in die Erfahrungen führt, die wir stattdessen machen wollen.

Das Ganze dann aus einer höheren Perspektive zu betrachten, kann uns dabei unterstützen, eine andere Wahrnehmung von uns selbst zu bekommen. Eine Wahrnehmung, in der wir die Situation übergeordnet betrachten – also mit dem Teil von uns, der uns liebevoll begleitet, und der eine positivere Sichtweise zu der ganzen Situation hat.. :-) Dem Teil, der Abstand zu der Situation hat, und erkennt, dass sie zum Beispiel keine echte – weil tatsächlich lebensbedrohende – Gefahr darstellt (die unechten Gefahren sind ja bei Dir gerade das Thema in Woche 3 :-) ) , und der Dir über diesen Abstand Raum für neue Möglichkeiten eröffnen kann.

Wie Du diese höhere Perspektive einnehmen kannst, beschreibe ich ausführlich in dem Blogbeitrag "Übersicht im Alltag". https://www.blick-ins-licht.de/2017/03/24/übersicht-im-alltag/

#3

Dagmar(Sonntag, 21 Mai 2017 03:08)

(weiter geht's... :-) )

Aus dieser Perspektive ist es leichter, den Status Quo anzunehmen wie er ist, und ihm quasi die Dramatik zu nehmen und von dort aus kannst Du Dich dabei unterstützen, das Thema für Dich auf eine leichtere – und damit höhere Ebene zu bringen, in der Du mehr Raum für Dich wahrnimmst, um das Thema neu und mit mehr Lösungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Du trägst Dich also selbst hoch, begleitest Dich in eine neue Sichtweise und auf neue Wege, und empfindest dadurch dieses Getragensein.

Wenn Du immer mal wieder ausprobierst, wie es bei leichteren Themen ist, das Ganze aus einer höheren Sicht von Dir selbst zu betrachten, dann bekommst Du nach und nach ein Gefühl dafür. Und gleichzeitig entwickelst Du mehr und mehr einen Kontakt zu Deinem höheren Selbst – denn Du näherst Dich dadurch spielerisch dieser Ebene von Dir selbst an.

Das machst Du in der Akademie ja ganz automatisch mit jeder Energie, die Du von Deinem Status Quo aus aufsteigen lässt. Du verbindest Dich dadurch mit einer höheren Ebene von Dir selbst. Dabei vom "Hochschieben" in das "Aufsteigen lassen" oder "Getragensein" zu wechseln (zum Beispiel indem Du Deinen Energien Flügel gibst, die sie dorthin tragen, wo es für sie aktuell passend ist :-) ) ist einfach eine andere Sichtweise, die zusätzlich unterstützend wirken kann – beim Umsetzen der Energien wie auch in Deinem Alltag. :-)

Insgesamt möchte ich Dir noch mit auf den Weg geben, dass es am Anfang der Akademie ganz vielen Teilnehmer so geht, dass sie am liebsten "vorgestern" all das, was sie in ihrem Leben bewegt, bearbeiten möchten. Vieles von dem, was Du beschreibst, wird vermutlich seinen Ursprung in tieferen Mustern haben, an die Du auf der Mentalebene, mit der Du ja im Moment arbeitest, nicht herankommst. Warte damit also bis zu den höheren Seminaren, wenn Du auf der Emotionalebene und Identitätsebene arbeiten kannst und Du Dein Unterbewusstsein Schritt für Schritt darauf vorbereitet hast.