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Getragensein als wirkungsvolle Form des Loslassens

Aktualisiert: 25. Mai

Dieser Beitrag erschien zuerst am 31.08.2016. Ich habe ihn zuletzt am 25.05.2026 aktualisiert. Du findest unten eine Podcastfolge mit geführter Meditation, die aus diesem Beitrag entstanden ist.


Die Sache mit dem Loslassen

Ich erlebe immer wieder, dass die Sache mit dem Loslassen für viel Verwirrung sorgt. Einerseits wissen wir, wie wohltuend und wirkungsvoll es ist – doch gerade dieses Wissen scheint das Ganze noch schwieriger zu machen. Es wirkt dann wie ein mittelgroßes Mysterium, wie das Loslassen eigentlich funktionieren soll. Denn offenbar können wir es nicht "machen", sondern: Wir lassen es geschehen. Doch trotzdem kommen nicht selten diese Fragen auf: "Ich versuche es ja, aber: Wie mache ich das eigentlich?" und "Wie mache ich das richtig?" Das ist sooo verständlich!

Ich kann aus meiner eigenen Erfahrungen sagen, dass die Sache mit dem Loslassen-Wollen oder Absichtslos-sein-Wollen für mich nie wirklich funktioniert hat. Das hat bei mir eher Druck ausgelöst, und ich habe angefangen zu kontrollieren, ob ich denn wirklich nicht kontrolliere. :-) Ich fühlte mich dabei immer wieder wie in einem nicht greifbaren Raum, in dem ich möglichst nicht „Piep“ sage, um nichts „falsch“ zu machen.


Es geht nicht darum, es "richtig zu machen": Es geht überhaupt nicht ums "Machen"

Dieses "Richtig-machen-Wollen" macht also beim Loslassen tatsächlich gar keinen Sinn. Denn es macht dich eng und führt zu dem Gegenteil von dem, was du eigentlich möchtest. Du möchtest ja Weite, Entspannung, Helligkeit in dir – also das genaue Gegenteil. Du kannst das Loslassen also nicht kontrollieren, und gleichzeitig möchtest du möglicherweise genau das: Kontrollieren, dass du nicht kontrollierst. Was als tun? Richte dich auf das aus, was du erleben möchtest


Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass es für mich viel wirkungsvoller ist, mich darauf auszurichten, was ich denn durch dieses Loslassen eigentlich bewirken möchte:

Ich möchte mich von dem Alten lösen und nicht daran festhalten, um dadurch frei zu sein, etwas Neues zu erleben. Um aufgefangen zu werden von der beginnenden Wahrnehmung einer neuen Möglichkeit für mich. Aufgefangen zu werden von etwas, das mir das Gefühl gibt, dass da Licht für mich ist, das mir Geborgenheit und beginnendes Vertrauen schenkt. Neue Impulse, die mich weitertragen.


Wenn wir uns allerdings auf das Loslassen ausrichten, sind wir genau da, wo wir eigentlich nicht sein möchten. Nämlich bei dem, was uns nicht mehr passend erscheint und was wir nicht mehr für uns wählen wollen. Es scheint an uns zu kleben, und die einzige Möglichkeit scheint dabei zu sein, es fallen zu lassen – oft begleitet von dem Gefühl, gleichzeitig mit in diesen leeren Raum zu fallen, um zu hoffen, aufgefangen zu werden. Getragensein ändert deine Perspektive genau in diese Richtung

Nimmst du stattdessen die Sichtweise des Getragenseins ein, betrachtest du das Ganze automatisch aus einer anderen Perspektive – einer Perspektive voller Vertrauen.

Während du beim Loslassen das Gefühl hast, ins Bodenlose zu fallen und "hoffen" zu müssen, dass da "irgendetwas" ist, das dich auffängt, ist es beim Getragensein von Anfang an genau umgekehrt.


Denn dieses "Irgendetwas", auf das du beim Loslassen wartest, ist beim Getragensein schon da: Dein liebevolles, wirkliches Selbst – deine innere Führung.

Ich glaube nicht, dass man erst jahrelang das Loslassen praktizieren muss, um wahrzunehmen, dass man getragen wird. Es ist wie gesagt einfach eine Frage der Perspektive. Und die kannst du bewusst wählen.

Wähle also bewusst in die Perspektive des Getragenseins für dich, wenn du etwas loslassen möchtest. Diese Perspektive ist in dir, du brauchst dafür nichts zu wissen oder zu können. Sie aktiviert sich durch deine bewusste Wahl. Dadurch gibst du dir die Möglichkeit, von dieser Sichtweise aus in das Erleben getragen zu werden, das wirklich zu dir und dieser helleren Perspektive passt. Denn du beziehst dabei dein höheres Selbst – deine hellsten Bewusstseinsebenen – mit ein, und lernst sie dadurch gleichzeitig kennen. Du erweiterst dich mehr in dich und dein helleres Erleben hinein. Und lässt dabei ganz von selbst das los, was nicht mehr dazu passt. Es wird sich zeigen und du kannst es annehmen, wie es sich zeigt. Doch du musst dann nichts mehr damit "machen", weil du dich selbst mit helleren Impulsen in das neue Erleben trägst.


In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen die wundervolle Erfahrung, dich in deinem Leben mehr und mehr getragen zu fühlen. 💛 Alles Liebe💛 Dagmar

Höre dazu sehr gerne diese Folgen mit geführter Meditation aus dem Joyful Lightnings Podcast: 💛 Folge 217: Wie du vom LoslassenWollen in das Getragensein findest Die Folge ist aus diesem Beitrag entstanden und enthält eine geführte Meditation, die das, was du hier liest, für dich erfahrbar macht. 💛 Folge 206: Getragensein in dir 💛 Folge 127: Begegne dir selbst - Über Annehmen und Loslassen 💛Folge 146: Über Annehmen, Loslassen und Neuwählen


2 Kommentare


Claudia
Claudia
26. Mai

Liebe Dagmar,

mal wieder soooo schön und passend. 👍

Liebe Grüße, Claudia

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Antwort an

Vielen Dank, liebe Claudia! Ich freue mich sehr, dass der Beitrag dir so gut tut! 🙏💫 Ganz liebe Grüße 💛 Dagmar

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